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Schlaf bei Sklerodermie ist häufig gestört - mit gravierenden Folgen

Aktualisiert: vor 1 Tag


Bild: andyller. stock.adobe.com


Ein erholsamer Schlaf ist für die Gesundheit von zentraler Bedeutung. Chronische Schlafstörungen sind ein bedeutsames Gesundheitsrisiko. Zudem können sie bestehende Krankheiten verschlimmern und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Dies gilt auch für die systemische Sklerodermie. Doch wie häufig sind Schlafstörungen bei Patientinnen und Patienten mit systemischer Sklerodermie und welche Auswirkungen haben diese auf die Krankheit?


Zur Klärung dieser Frage wurden 50 Sklerodermie-Betroffene mit verschiedenen standardisierten Fragebögen zur ihrer Schlafqualität befragt, ausserdem zu bestehenden körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen im Rahmen ihrer chronischen Krankheit mit Einfluss auf die Lebensqualität.


Ergebnis: von den untersuchten Patientinnen und Patienten mit systemischer Sklerodermie litten 84% % unter nächtlichen Schlafstörungen, mehr als 20% der Untersuchten gaben ausserdem an, dass sie auch am Tag erheblich unter den Folgen ihres gestörten Schlafes im Sinne einer ausgeprägten Tagesmüdigkeit leiden würden. Es zeigte sich zudem eine hohe Korrelation der nächtlichen Schlafstörungen mit dem Ausmass körperlicher Beeinträchtigungen im Rahmen der Sklerodermie sowie mit dem Ausmass der Einschränkung der Lebensqualität der Betroffenen.


In ihrer Publikation weisen die Autorinnen und Autoren daraufhin, dass Schlafstörungen bei systemischer Sklerodermie im klinischen Alltag zu wenig ärztliche Beachtung finden und auch im Rahmen der Forschung bislang vernachlässigt wurden. Dies ist umso bedenklicher, als bereits bekannt ist, dass es bei rheumatischen Autoimmunerkrankungen Hinweise für einen Zusammenhang zwischen chronischen Schlafstörungen, Fatigue-Syndrom und Schmerzen sowie erhöhter Entzündungsaktivität gibt.


Exzessive Tagesmüdigkeit als Folge von chronischen Schlafstörungen ist darüber hinaus mit einem erhöhten Krankheit- und Sterbe-Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, psychiatrischen und neurodegenerativen Erkrankungen behaftet.


Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass chronische Schlafstörungen bei systemischer Sklerodermie extrem häufig sind. Ihre Erkennung und Behandlung sind von grosser Bedeutung für die Verbesserung der Lebensqualität und für die Besserung der körperlichen Einschränkungen der Betroffen.



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